Weiterbildung ist und bleibt ein wichtiger Auftrag in öffentlicher Verantwortung

Zur heutigen Debatte um den Bericht zur Weiterbildung in NRW erklären Marlies Stotz und Gabriele Hammelrath:

Weiterbildung ist und bleibt ein wichtiger Auftrag in öffentlicher Verantwortung

Grundlage für die heutige Debatte zur Weiterbildung im Landtag bilden die Zielsetzungen und Empfehlungen, die die Weiterbildungskonferenz, rund 70 Vertreterinnen und Vertreter von Organisationen der Weiterbildung, der Kirchen, den kommunalen Spitzenverbänden, Gewerkschaften und Arbeitgebern, in den zurückliegenden Monaten im großen Konsens erarbeitet haben.

Weiterbildung ist und bleibt ein wichtiger Auftrag in öffentlicher Verantwortung. Wir bekennen uns weiterhin zur kommunalen Pflichtaufgabe Volkshochschule. Gemeinsam mit den Weiterbildungseinrichtungen in anderer Trägerschaft sind die Volkshochschulen wichtige Partner bei der Weiterentwicklung einer kommunalen Bildungslandschaft. Uns liegt es am Herzen, die Hauptamtlichkeit in der Weiterbildung zu stärken. Mit Sorge sehen auch wir die Entwicklung, dass Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu prekären Bedingungen in der Weiterbildung tätig sind. Dies ist nicht zu akzeptieren. Dem muss Einhalt geboten werden.

Eine erste Empfehlung, die Einrichtung eines Landesbeirates „Weiterbildung NRW“ in Ergänzung zur Weiterbildungskonferenz soll schnell und unter Beteiligung der Politik umgesetzt werden.

Von Bedeutung für präventive sozialdemokratische Bildungspolitik ist die sogenannte „2. Chance“, das Nachholen von Schulabschlüssen. So haben zum Beispiel in 2011 insgesamt 3.500 Menschen erfolgreich den Hauptschulabschluss nachgeholt. Eine wichtige Chance für junge Erwachsene.
Ein zweites großes Thema ist die Alphabetisierung und Grundbildung. Und auch hier sind es fast ausschließlich die Volkshochschulen, die dieser Aufgabe nachkommen. Die SPD setzt sich dafür ein, dass hierzu weiterhin und verstärkt ESF-Mittel eingesetzt werden.