„Inklusion wird die Schullandschaft in NRW nicht auf den Kopf stellen“

NRW geht mit dem 9. Schulrechtsänderungsgesetz einen weiteren wichtigen Schritt hin zu einem inklusiven Schulsystem. Dazu erklären Eva-Maria Voigt-Küppers, stellvertretende Vorsitzende der SPD-Landtagsfraktion, und Renate Hendricks, schulpolitische Sprecherin:

Renate Hendricks: „Wir werden die parlamentarischen Beratungen zügig führen, damit sich Kommunen, Lehrerinnen, Lehrer und Eltern, insbesondere aber alle Schülerinnen und Schüler auf die Veränderungen zum Schuljahr 2014/15 vorbereiten können. Kein Gesetz verlässt das Parlament so, wie es dort eingebracht wurde.

Inklusion wird die Schullandschaft in NRW nicht auf den Kopf stellen. Mit Sorgfalt und Verantwortung wird sich das Schulsystem in eine Schullandschaft wandeln, die die Förderung jedes Kindes als Auftrag hat.

Wir fangen in NRW nicht bei null an, denn wir haben mit dem gemeinsamen Unterricht bereits viele gute Erfahrungen in den Schulen. Zu den besten Schulen des gemeinsamen Lernens, ausgezeichnet mit dem Jakob-Muth-Preis, gehören seit Jahren auch Schulen aus NRW.“

Eva-Maria Voigt-Küppers: „Ein inklusives Schulsystem braucht Zeit, um zu wachsen. Dabei wird nicht zum Stichtag der Hebel umgelegt, sondern die regionale Schulentwicklung wird das Tempo vorgeben.

Die individuelle Förderung jeder Schülerin und jedes Schülers in den allgemeinen Schulen wird damit neu akzentuiert. Wir wollen kein Kind zurücklassen, sondern jedes Kind erfolgreich zu einem Schulabschluss führen.

Dabei werden Kenntnisse und Qualifikationen aus dem ‚Modellversuch Kompetenzzentren‘ zielorientiert aufgegriffen. Als Unterstützungssysteme oder Schwerpunktschulen können sie einen wichtigen Beitrag zur Umwandlung in eine inklusive Bildungslandschaft leisten. Wir unterstützen das Schulsystem nach dem Prinzip der Prävention.“