Girls‘ Day im Landtag: Weichenstellungen für die Zukunft

Rund 700 Mädchen und junge Frauen haben sich gestern beim Girls‘ Day im nordrhein-westfälischen Landtag über technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufe informiert. Gemeinsam mit den Fraktionen von SPD, CDU, Bündnis 90/DIE GRÜNEN, FDP und DIE PIRATEN hatte Landtagspräsidentin Carina Gödecke zu diesem Aktionstag eingeladen, bei dem es auch einen Markt der Möglichkeiten gab.

„Es ist toll, in so viele nette, neugierige und gespannte Gesichter zu sehen“, begrüßte Gödecke die Teilnehmerinnen am Morgen im Plenarsaal. Auch im 21. Jahrhundert habe der Girls‘ Day immer noch seine Berechtigung. Zwar könnten Frauen heute aus einer breiten Berufspalette frei wählen. Doch häufig entschieden sie sich immer noch für die typisch weiblichen Berufe, die oft deutlich schlechter bezahlt würden. „Seid neugierig!“, appellierte die Landtagspräsidentin daher an ihre jungen Gäste: „Das ist der erste und wichtigste Schritt, sich der Technik zu nähern.“

Nach der Begrüßung gab die Leiterin des Besucherdienstes, Irmgard Birn, den Teilnehmerinnen einen Einblick in die Arbeit des NRW-Parlaments. Darüber hinaus interviewte Doro Dietsch, Leiterin des Sachbereichs „Jugend und Parlament“, die Bauingenieurin Silke Ising zum Thema „Frauen in technischen Berufen“.

Im Anschluss konnten sich die Mädchen und Frauen auf dem Markt der Möglichkeiten in der Wandel- und Bürgerhalle des Landtags an den Ständen zahlreicher Unternehmen und Organisationen ein Bild von Berufen aus Technik, Handwerk und Naturwissenschaften machen.
An dem Markt der Möglichkeiten beteiligten sich die folgenden Firmen, Verbände und Organisationen:

• Personalwerbung der Polizei in Düsseldorf
• Malerbetrieb Gabriele Seeberger
• Technik-Zentrum Minden-Lübbecke
• Karrierecenter Düsseldorf der Bundeswehr
• Handwerkerinnenhaus Köln
• Jugendamt Düsseldorf
• Fotografie Anna Kaduk
• Bundesagentur für Arbeit, Regionaldirektion NRW
• Currenta
• Arbeitgeberverband Chemie Rheinland
• Zdi.NRW – Zukunft durch Innovation mit Zdi-Zentrum Hamm
• „Frauenprojektlabor Forsche Mädelz“ an der Fachhochschule Dortmund
• Schülerlabor „RoboScope“ an der RWTH Aachen

Auch Gabriele Hammelrath hatte Schülerinnen aus ihrem Wahlkreis eingeladen, am Programm teilzunehmen. Fünf junge Frauen der Montessori-Hauptschule in Köln-Bickendorf waren gekommen, um am Angebot des Landtags teilzunehmen. Am Rande der Veranstaltung trafen sie sich mit Gabriele Hammelrath, um sich bei einem gemeinsamen Mittagessen auszutauschen. „Es ist mir ein Anliegen, Politik für junge Menschen, aber auch mit jungen Mitgliedern unserer Gesellschaft zu machen. Auf einen regelmäßigen Austausch lege ich als Bildungspolitikerin großen Wert, so dass es mir eine Freude war, so aufgeschlossene Schülerinnen im Landtag kennen zu lernen“, so Gabriele Hammelrath.