„Gemeinsame Unterstützung für Kölner Gedenken gegen Rassismus“

Der Nagelbombenanschlag in der Keupstraße in Köln-Mülheim ereignete sich in diesem Sommer vor zehn Jahren. Am 9. Juni 2004 wurden dabei 22 Frauen und Männer verletzt. „Um ein deutliches Zeichen gegen Rassismus zu setzen, fordern wir die Landesregierung in einem alle Antrag von allen fünf Fraktionen im Landtag auf, die Kölner Initiativen für das Gedenken und gegen Rassismus zu unterstützen“, erklärt Ibrahim Yetim, integrationspolitischer Sprecher der SPD-Fraktion im nordrhein-westfälischen Landtag.

„Die Keupstraße ist eine beliebte und belebte Straße mit vielen türkischen Läden, Cafés und Restaurants. Diese Vielfältigkeit macht diese Straße zu etwas ganz Besonderem. Deshalb brauchen wir auch ein klares Zeichen gegen Rechtsextremismus im Landtag. Das Land muss die Kölner Initiativen bei ihrem Motto ‚Birlikte-Zusammenstehen‘ für das Gedenken und gegen Rassismus unterstützen. Zumal die Ermittler den Anschlag zunächst auf eine Auseinandersetzung im kriminellen Milieu einstuften, da es kein Bekennerschreiben für diese grauenvolle Tat gab. Inzwischen wird der Fall aber vor dem Oberlandesgericht in München verhandelt, zusammen mit neun Morden an Menschen mit Migrationshintergrund und einem weiteren an einer Thüringer Polizistin. Sie alle gehen auf das Konto der rechtsextremistischen terroristischen Vereinigung ‚Nationalsozialistischer Untergrund‘ (NSU).

Am Jahrestag werden wir uns als Ausschuss für Integration in der Keupstraße zusammenfinden und der Opfer gedenken. Gleichzeitig werden wir weiterhin einen gesellschaftlichen Dialog über die Gefahren von Menschenfeindlichkeit anstreben und uns entschieden gegen jegliche Form von Rassismus oder Rechtsextremismus aussprechen.“