Initiative soll Flüchtlingen Forschung in Deutschland ermöglichen

Mit einem neuen Programm wollen das Auswärtige Amt und die Alexander-von-Humboldt-Stiftung Forschern, die als Flüchtlinge nach Deutschland kommen, eine Fortsetzung ihre Arbeit ermöglichen.
Die nach einem 1933 vor den Nazis geflohenen jüdischen Wissenschaftler benannte Philipp-Schwartz-Initiative soll 2016 und
2017 jeweils etwa 20 solcher Forscher für zwei bis drei Jahre finanziell unterstützen, wie die Stiftung am Dienstag mitteilte.

«Wir wollen ein Zeichen für die Weltoffenheit der deutschen Wissenschaft setzen», sagte der Präsident der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz. «Wir helfen Menschen, die unser Wissenschaftssystem bereichern können und zugleich in ihrer Heimat dringend gebraucht werden, wenn es dort eines hoffentlich nicht allzu fernen Tages an den Wiederaufbau geht.»

Die Initiative wolle ferner «dazu beitragen, dass in Deutschland ein Bewusstsein für die Situation von Forschern mit Fluchterfahrung entsteht». Die Alexander-von-Humboldt-Stiftung ermöglicht bisher schon pro Jahr über 2000 Forschern aus aller Welt einen wissenschaftlichen Aufenthalt in Deutschland.